Ödemleiden

Erblich bedingtes und erworbenes Ödemleiden

Bei Ödemen handelt es sich um alle Formen der Schwellungen im Bein aufgrund einer Einlagerung von Flüssigkeit aus dem Gefäßsystem, die durch einen gestörten Rückflusses in den Venen oder Lymphgefäßen verursacht wird, oder durch eine genetisch bedingte Fehleinlagerung von Fettgewebe. Man unterscheidet bei Ödemen zwischen erblich bedingten und erworbenen Ödemleiden.

Erblich bedingtes Ödemleiden
  • Phlebödem
  • Primäres Lymphödem
  • Lipödem
Erworbenes Ödemleiden
  • arthrogenes Stauungssyndrom
  • sekundäres Lymphödem

Phlebödem

Phlebödeme entstehen bei chronischer venöser Insuffizienz durch den erhöhten venösen Druck und die krankhaft veränderte Durchlässigkeit der erkrankten Venen. Durch nicht-intakte Venenklappen ist der regelrechte Rückfluss des venösen Blutes zum Herzen gestört.

Lymphödem

Bei Lymphödemen handelt es sich um eine Störung des Rücktransportes der Lymphflüssigkeit („Gewebswasser“) durch die Lymphgefäße zum Blutkreislaufsystem. Es kommt zur Einlagerung von Lymphflüssigkeit im Gewebe und damit zur Schwellung. Häufig sind die abhängenden Körperpartien betroffen (Arme, Beine).

Beim chronischen Lymphödem können Eiweißablagerung und Stauung zur Ernährungsstörung der Haut, lokaler Infektanfälligkeit (Wundrose, Erysipel) und chronischen Haut- und Fettgewebsveränderungen führen. Lymphödeme können zum Beispiel durch genetische Veranlagung (primäres Lymphödem) entstehen oder durch Operationen oder Gehbehinderungen erworben werden (sekundäres Lymphödem, arthrogenes Stauungssyndrom).

Lipödem

Lipödeme sind meist erbliche Fettverteilungsstörung, die umgangssprachlich als Reiterhosensyndrom bezeichnet werden. Man sieht eine symmetrische Fettgewebsvermehrung an Hüften, Oberschenkeln, manchmal auch an Oberarmen und Unterschenkeln mit Hämatomneigung (blaue Flecke). Dies wird häufig von Schmerzen in den Beinen begleitet.